Seminar: [DE] Bilder der Gewalt. Authentizität und Fiktion im True-Crime-Genre (SE) [MA] - Details

Seminar: [DE] Bilder der Gewalt. Authentizität und Fiktion im True-Crime-Genre (SE) [MA] - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: [DE] Bilder der Gewalt. Authentizität und Fiktion im True-Crime-Genre (SE) [MA]
Veranstaltungsnummer lv3106
Semester WiSe 26/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 15
maximale Teilnehmendenanzahl 15
Heimat-Einrichtung E-EXK8 Ethics in Technology
beteiligte Einrichtungen NTA, NTA Master
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Donnerstag, 22.10.2026 10:00 - 13:00, Ort: (HS28 - 1.004)
ECTS-Punkte 2

Räume und Zeiten

(HS28 - 1.004)
Donnerstag, 22.10.2026 10:00 - 13:00
Donnerstag, 19.11.2026 10:00 - 16:30
(E - 1.022)
Donnerstag, 12.11.2026, Donnerstag, 26.11.2026 10:00 - 16:30

Kommentar/Beschreibung

Das moderne True-Crime-Genre boomt. Beliebt waren die Rekonstruktionen real geschehener Gewaltverbrechen medienübergreifend seit jeher, also seit Truman Capote das Genre 1965 mit dem Tatsachenroman „In Cold Blood“ miterfunden hat. True-Crime-Bestseller gibt es viele, Vincent Bugliosis „Helter Skelter: The True Story of The Manson Murders“ oder Mara Leveritts „Devil’s Knot: The True Story of the West Memphis Three“ gehören zu den Klassikern. Seit den 2010er Jahren ist die Zahl der True-Crime-Produktionen in Film-, Buch-, Magazin- und Podcast-Form ins Unüberschaubare gewachsen. Die erste Staffel der Netflix-Serie „Making a Murderer“ (2015) lässt sich rückblickend als Initialzündung für den jüngsten True-Crime-Boom einordnen, der seinen vorläufigen Höhepunkt in der ebenfalls von Netflix produzierten Medienphänomen „Tiger King“ gefunden hat. Die Faszination an medial aufbereiteter real stattgefundener Gewalt ist der Ausgangspunkt des Seminars: Was genau das Faszinierende am Genre? Weitere Fragen, die an exemplarischen Filmen diskutiert werden sollen, sind: Was hat es mit dem ambivalenten Zuschauer:innenwunsch nach Authentizität auf sich? Wie lässt sich reflektiert mit dem Verschwimmen von Realität und Fiktion in True-Crime-Produktionen umgehen? Welchen Blick auf die Täter, auf die Opfer legt der jeweilige Film nahe? Welche ästhetische und moralische Kritik wurde am Sensationalismus von True Crime formuliert? Und vor allem: Welche Bilder von Gesellschaft werden im Genre konstruiert?

Der Gegenstand des Seminars - filmischer True Crime - ist in hohem Maße suggestiv. Die Ästhetik der Filme zielt darauf ab, den Zuschauer:innen größtmögliche Nähe und Authentizität zum schrecklichen Geschehen zu ermöglichen - bei gleichzeitiger Sicherheit im Fernsehsessel. Anhand der Analyse der Inszenierungsstrategien von True Crime lässt sich eine Medienkompetenz einüben, die von der Konstruktion der Bilder ausgeht. Die erste Kompetenz, die im Seminar vermittelt werden soll, ist eine dezidiert filmanalytisch akzentuierte Medienkompetenz: die Fähigkeit, sich von faszinierenden Bildern nicht verführen zu lassen, sondern ihren Konstruktionscharakter zu erkennen.  Des Weiteren lässt sich anhand von True Crime exemplarisch studieren, welche Perspektiven, Phantasien und Bilder von Verbrechen und Gewalt Popularität erlangen und welche nicht. Auf dieser Ebene vermittelt das Seminar soziologische, sozialpsychologische und damit nicht zuletzt gesellschaftskritische Kompetenzen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "[MASTER] NTA Anmeldeset WiSe 2026/27".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung zu maximal 2 Veranstaltungen des Anmeldesets ist erlaubt.
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze in den betreffenden Veranstaltungen wurden am 06.10.2026 um 14:12 verteilt. Weitere Plätze werden evtl. über Wartelisten zur Verfügung gestellt.
  • Die Anmeldung ist möglich von 07.10.2026, 11:00 bis 12.10.2026, 11:00.
Veranstaltungszuordnung: